Demo gegen Flächenfraß – Sa. 25.5. von 15.30 bis 18 Uhr

Urbane Gärten sind wichtige Bausteine in einer lebenswerten Stadt. Zu oft müssen sie unter dem Druck des Baubooms weichen. Auch in Leipzig wurden viele Gärten Opfer dieser Entwicklung, wie zum Beispiel VagaBUND in Connewitz oder die Nachbarschaftsgärten in Lindenau. Bereits 2013 musste der Offene Garten Querbeet seine erste Fläche verlassen und in letzter Minute umsiedeln.

Aktuell steht Querbeet im Leipziger Osten ein zweites Mal vor dem Aus. Wir, das Netzwerk Leipziger Gemeinschaftsgärten, fordern die Leipziger Politik und Stadtplanung auf, die Bedeutung von urbanen Gärten anzuerkennen und ihre Position zu stärken.

Das heißt:
  • den Bewohner*innen Gestaltungsrecht einzuräumen und Gestaltungsfreiräume für zivilgesellschaftliches Engagement zu schaffen,
  • urbane Gärten im Bau- und Planungsrecht zu verankern und bei neuen Stadtentwicklungsprojekten zu integrieren,
  • bestehende urbane Gärten als Teil der grünen Infrastruktur zu schützen und geeignete Flächen zu bevorraten sowie
  • die Belange von Mensch und Stadtnatur zu berücksichtigen, indem Grün- und Freiflächen qualitätsvoll und partizipativ gestaltet werden!
Bitte schließt Euch an und demonstriert mit uns gegen Flächenfraß und dem damit verbundenen Verlust an Freiräumen. Für den Erhalt grüner Orte, für Freiräume, für Gemeinschaftsgärten, für ein solidarisches Miteinander! Nur gemeinsam können wir unsere Stadt gestalten.
  • Start: 15.30 Uhr Otto-Runki-Platz | Haltestelle Einertstraße

Frühlingsfreuden

Der Garten färbt sich grün und Ihr könnt Euch leibhaftig davon überzeugen kommen. Herzlich seid Ihr eingeladen, mit uns zu werkeln und an wilden, aber zutraulichen Garten-Kräutern zu knabbern, am 6.4. und 13.4.! (Mehr unter „Veranstaltungen“.)

Wir freuen uns auf alle neugierigen Mitmenschen!

Rückblick Adventsmarkt

Seifenblasen selber machen

Liebe Eltern der kleinen Seifenblasen-Artistinnen und Artisten,
zum Querbeet-Herbstfest hatte ich versprochen, Euch die Rezeptur der
Seifenblasen-Lösung zu verraten; hier ist sie:

500 ml Destilliertes Wasser
50 ml Fayry Spülmittel Ultra Plus (gibt es bei dm oder rossmann, bitte
DIESES verwenden)
5 ml Glycerin (ist im Spinnrad Reformhaus erhältlich: Spinnrad Passage
in der Nähe des Nikolai-Kirchhofs)
1 Esslöffel Salz
30 g Zucker.
Diese Rezeptur ist auch für Riesen-Seifenblasen geeignet.

Viel Freude!

Kräuterschnecke

Da ist sie, die Kräuterschnecke!  Seit einigen Monaten windet sie sich behäbig um Thymian, Ysop und Bohnenkraut.

Zu besuchen ist die Kräuterschnecke stets zu den Öffnungezeiten (s. rechts oben) im Garten Neustädter Straße. Wir danken allen BaumeisterInnen für die gelungene Mitmach-Aktion!

Klimawandel vor Ort oder: Die Regentrude

Wer in den von der Sonne gebrannten Garten eintaucht und unseren gelben Rasen auf hartem Stein-Erdboden sieht, schlägt sich zunächst rettend in die wohltuendend sattgrünen Hollerbüsche und riecht am beruhigenden Blattwerk des gutmütigen Wildkirschbaums, dessen Kopf viele kleine rot-schmatzende Spatzen zieren. Bei diesen heißen Temperaturen kann man viel lernen: Es gibt Pflanzen, die auf nacktem Boden vor lauter Hitze dürr und gelb werden und eiligst Samenstände hervorbringen. Andere wiederum wachsen grün und ruhig im schattigen Pflanzenverband vor sich hin. Letztere sind oft wild bzw. autonom gewachsen und haben sich inmitten anderer Grünlinge ein passendes Plätzchen gesucht, an dem für ihre (Nährstoff-)Bedürfnisse gesorgt ist. Die Wurzeln der Nachbarpflanzen teilen und halten untereinander das Wasser – wie schön. Unsere gutgemeint gepflanzten Blumen brüten in der Hitze, teils fahlgelb, teils voreilig ins Kraut geschossen. Auf nacktem Boden ohne helfende Mitgewächse wachsen sie isoliert. Der rissige, verdichtete Erdboden lässt Gießwasser an den Wurzeln vorbei und abfließen.

  • Es ist Zeit für’s bewährte Mulchen: Gras- und Grünschnitt, Laub oder Rinde auf die Beete rund um die Pflanzen ausbringen: Der Boden bleibt locker und wird mit Nährstoffen versorgt. Hacken und Düngen entfallen größtenteils und Schilfhäcksel halten Schnecken fern!
  • Grüneinsaaten nutzen: Harmloses kleinwüchsiges Kraut (Vogelmiere, Klee) zwischen Nutzpflanzen stehenlassen oder säen; so bleibt eine deckende Pflanzenschicht erhalten, die Schatten und Feuchte schafft.
    • Mischkulturen im Beet beschatten sichg gegenseitig  und erfüllen diesen Zweck meist sehr gut.

Und die Regentrude? Sie steht dafür, dass Menschen vergessen, dem Wasser zu huldigen – indem wir es einladen, sich unter auf dem Beet ausgelegten Rhabarber- und Klettenblättern zu sammeln und den Bodenlebewesen, den angrenzenden Tomaten und Petersilie gutzutun – und damit uns!

Kuckuck – Unser Zaun wird schön!

Wir haben geplant, unseren Gartenzaun lebendiger und offener zu gestalten, damit uns Gäste leicht finden. Am morgigen Dienstag, 15. Mai ab 16 Uhr schwingen wir hoffnungsfroh die Stichsäge und fangen an, verschieden große Gucklöcher in den Zaun zu sägen. Im Laufe der Wochen werden wir ihn mit Kindern bemalen. Wer macht mit?

Einladung zum offenen Gärtnern

Die Gartentüren stehen abwechselnd Dienstags und Mittwochs ab 16 bzw. Samstags 15 Uhr sperrangelweit offen! Weit Gereiste und AnwohnerInnen können mit Kind und Kegel im Boden wühlen, Bienen-TV-Gucken und im Grünen entspannen. Wir freuen uns drauf!