Flimmergarten 2020

Das Filmfest zur Nachhaltigkeit – wir drehen zum 8. Mal an der Spule und laden zum Schauen, Glotzen und Gaffen vorzüglicher sozialkritischer Dokumentarfilme im Freien ein.
Da der Querbeet-Garten in diesem Jahr umzieht, laden wir dieses Jahr in den Bürgergarten, Meißner Straße 44-54, neben dem Pögehaus und schräg gegenüber der Kirche am Neustädter Markt ein. Auch dieses Jahr gibt es Flimmern für Kinder! Freitag und Sonntag um 15 Uhr gibt’s Film inklusive medienpädagogisches Programm.

Direkt zum Programm springen.

(Weitere Besonderheit in diesem Jahr: Unser Kleidertausch findet am 5. September auch im Bürgergarten statt. Infos dazu unter „Veranstaltungen“.)

3.-6. September 2020
Ort: Bürgergarten, Meißner Straße (gegenüber Kirche)

Kinderflimmern:

Freitag, 4.9. | 15-18:00 Uhr
Paddington
F, UK | Regie: Paul King
95 Minuten, deutsch, FSK 0
15:00-16:00 Uhr – Workshop für Kinder
16:00-17:30 – Filmvorführung
17:30-18:00 – Filmgespräch

 

Sonntag, 6.9. | 15:00 Uhr
Vorstadtkrokodile
D 2009 | Regie: Christian Ditter
89 Minuten, deutsch, FSK 6

Abendprogramm:

Donnerstag, 3.9. | 20:30 Uhr
GRIT
DK, INO, USA 2018 | Regie: Sasha Friedlander, Cynthia Wade

81 Minuten, indonesisch mit englischen Untertiteln
2006 entsteht in Ostjava (Indonesien) ein Schlammvulkan, der seitdem durchgängig aktiv ist. Durch die Schlammeruptionen wurden eine ganze Gegend unbewohnbar gemacht, zehntausende verloren Wohnung und Arbeit. Die Ursache? Mutmaßlich die Öl- und Gasförderung des Konzerns Lapindo. Der Film erzählt aus der Perspektive der Betroffenen und von ihrem Kampf dafür, dass Lapindo endlich Verantwortung übernimmt.

 

Freitag, 4.9. | 20:30 Uhr
I am not your Negro
USA, FR, BE; CH 2016 | Regie: Raoul Peck
93 Minuten, Original mit Untertiteln

Der US-amerikanische Schriftsteller James Baldwin hinterließ ein Manuskript mit dem Titel „Remember this house“, in dem er sich mit den Biographien von dreien seiner Freunde aus der schwarzen Bürgerrechtsbewegung auseinandersetzt, die allesamt Ziel eines tödlichen Mordanschlags wurden: Medgar Evers, Malcolm X, Martin Luther King. Regisseur Raoul Peck verarbeitet den Text zu einem filmischen Essay über die Stellung von Schwarzen in der Geschichte der USA und legt den Focus dabei auf die Bürgerrechtsbewegung. Die aktuellen Black lives matter Proteste zeigen, dass der Text und seine filmische Umsetzung nicht an Aktualität verloren haben.

 

Samstag, 5.9. | 20:30 Uhr
Honeyland – Land des Honigs
Nordmazedonien 2019 | Regie: Ljubomir Stefanov, Tamara Kotevska
85 Minuten, Original mit Untertiteln

In einem entlegenen Dorf in Nordmazedonien steigt Hatidze, eine etwa 50jährige Frau, täglich einen Berghang auf und begibt sich zu ihren Bienenvölkern, die dort in Felsspalten leben. Ohne Schutzkleidung entnimmt sie die Honigwaben und singt dabei alte Lieder. Als sie neue Nachbarn bekommt, freut sie sich zunächst über die neue Gesellschaft. Doch das bringt auch neue Herausforderungen mit sich, die Hatidzes Symbiose mit den Bienen zerstören könnten. Der poetische und vielfach preisgekrönte Film erzählt von der Beziehung der Menschen zu den Bienen und nimmt dabei tiefgehende Probleme unserer Zeit in den Blick.

 

Sonntag, 6.9. | 20:30 Uhr
PUSH – Grundrecht auf Wohnen
SE 2019 | Regie: Fredrik Gertten
92 Minuten, Original mit Untertiteln

Push – der Titel des Films beschreibt die Wirkung, die der Druck durch Kapitalanleger auf viele Innenstadtbewohner weltweit ausübt: sie werden förmlich hinausgedrückt. Die Mieten steigen schneller als die Einkommen und viele Menschen, die in Pflege, Feuerwehr u.a. Berufen die notwendige Infrastruktur einer Stadt gewährleisten, können sich dort keine Wohnung mehr leisten. Regisseur Fredrik Gertten folgt der UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen Leilani Farha bei ihren Recherchen zu diesem Thema, welches auch in Leipzig längst aktuell geworden ist.

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