Globale zu Gast im Querbeet

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Im August ist das globalisierungskritische Filmfestival Globale zwei Mal zu Gast im Querbeet.

Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens

Der Film ist ein Porträt des weltweit bekannten Globalisierungskritikers und Menschenrechtlers.
Anfang der sechziger Jahre begegnet der junge Jean Ziegler dem damals schon legendären Che Guevara bei einer internationalen Konferenz in Genf. Er ist begeistert und will mit ihm aufbrechen, um die Welt zu verändern. Doch Che Guevara überzeugt ihn, in Europa zu bleiben, um hier gegen den „Kopf des kapitalistischen Monsters“ zu kämpfen. Seither kennt er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt anzuprangern.
Bis heute kämpft der 82-jährige Jean Ziegler für eine gerechtere Welt. Treu dem Versprechen, das er einst Che Guevara gegeben hatte. 2015 ist er einer der Hauptredner bei der Münchner Großdemonstration gegen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Doch als er schließlich selbst nach Kuba reist, trifft er die karibische Insel im Wandel an und sieht plötzlich all seine Ideen in Frage gestellt. Ob Ziegler in seinen Bestrebungen letztlich erfolgreich sein wird? Oder wird doch das „kapitalistische Monster“, wie Guevara zu sagen pflegte, die Oberhand behalten?

Freitag 11. August / 20-23 Uhr
Schweiz 2016 / 92 min / Nicolas Wadimoff / original mit dt. UT. Anschließend Diskussion mit Aktivist/innen.

Mirar Morir – Sterben sehen

Am 26. September jährt sich zum dritten Mal die Nacht von Iguala im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero, in der sechs Menschen ermordet, 40 verletzt und 43 Studenten von der Polizei verschleppt wurden. Die 43 verschwundenen Studenten der Escuela Normal Rural „Raúl Isidro Burgos“, einer Hochschule zur Ausbildung von Grundschullehrern, in Ayotzinapa (Guerrero, Mexiko) wurden entführt und später ermordet. Ein Fall, der nationale und internationale Empörung ausgelöst hat, besonderes nachdem eine Untersuchung durch eine unabhängige Gruppe von Expert/innen der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (kurz GIEI) auf gravierende Unregelmäßigkeiten der Untersuchungsarbeit durch die mexikanischen Behörden hinwies. Das Staatsverbrechen ist bis zum heutigen Tage noch nicht aufgeklärt.

Die Dokumentation rekonstruiert die Ereignisse um das Verschwindenlassen der 43 und zeigt, dass hinter diesem Verbrechen Polizei, Militär und politische Eliten stehen. Die Untersuchung dieses Verbrechens ist für ihre vielen Mängel bekannt und wurde so gesteuert, um jegliche Beteiligung der Regierung auf höchster Ebene zu verschleiern. Insbesondere wird versucht, die Armee zu schützen, obwohl es zahlreiche Hinweise gibt, dass mehrere Einheiten, vor allem das 27. Infanterie-Bataillon, Strukturen des organisierten Verbrechens schützen und in politische Repression und Verschwindenlassen von Bürgern involviert sind.
Gedreht wurde die Doku von mexikanischen Journalisten und Film-Aktivist/innen in Zusammenarbeit mit den Eltern und Mit-Studenten der Opfer.

Donnerstag 31. August / 20-22:30
Mexiko / 2016 / 99 min / Coitza Grecko / original mit engl. UT. Anschließend Diskussion mit Aktivist/innen.