Flimmergarten 2018

Tag 6 des Filmfestes zur Nachhaltigkeit. Heute:

Wild plants
D, CH, USA 2016, 108 min, (OmU)
Nicolas Humbert

„Wild Plants“ – das meint nicht nur Pflanzen, sondern auch Menschen. Utopisten. Querdenker. Impulsgeber. Die Menschheit steckt in einer Krise. Auswirkungen von Kapitalismus und Klimawandel lassen uns unser Verhältnis zur Natur und zum einfachen Leben neu denken. Regisseur Nicolas Humbert trifft an unterschiedlichsten Orten Menschen, die Antworten für sich gefunden haben und neue Herausforderungen und alte Traditionen miteinander verbinden.

Flimmergarten 2018

Tag 5 des Filmfestes zur Nachhaltigkeit. Heute:

Parko
D/GR 2016, 37 min, deutsche UT
Clara Stella Hüneke, Lukas Link, Stella Kalafati, Jonas Eichhorn

Parko ist ein Film junger Filmemacher*innen über einen seit 2008 selbstorganisierten Park in Athen. Er zeigt wie Anwohner*innen einen betonierten Parkplatz beleben und in einen Park verwandeln, an dem verschiedene Menschen miteinander in Kontakt kommen und sich vor den Hintergrund der Krise stark machen für Selbstorganisation, Selbstverwaltung und ein menschliches Miteinander.

Im Anschluss: Gespräch mit Jonas Eichhorn (Sound)

http://parkofilm.net/

Flimmergarten 2018

Tag 4 des Filmfestes zur Nachhaltigkeit. Heute 2 Filme:

16 Uhr Petterson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft
D 2014, 87 min., FSK 0, arabische UT, mit anschließendem Gespräch mit Ali Samadi Ahadi

Der alte Pettersson lebt allein ihn einem kleinen Haus mitten in der Natur. Trotz seiner Hühner fühlt er sich einsam. Sein Leben ändert sich schlagartig als seine Nachbarin ihm einen kleinen sprechenden Kater schenkt – Findus. Die beiden sind unzertrennlich, doch plötzlich nimmt Pettersson den ständig krähenden Hahn seines Nachbars Gustavsson auf und Findus hat Angst um seine Freundschaft mit Pettersson. Dazu gibt es Kuchen und Kaffee (für die Großen)

Um 20:30 Bitteres aus Bitterfeld. Eine Bestandsaufnahme:
BRD/DDR 1988, 30 Min.
Ulrich Neumann, Rainer Hällfritzsch, Margit Miosga, (Originalfassung)

Das war Bitteres aus Bitterfeld (Making of):
D 2005, 45 Min.
Rainer Hällfritzsch, Ulrike Hemberger, Margit Miosga, (Originalfassung)

Zerstörte Landschaft durch Braunkohlentagebau, farbige Abgase aus dutzenden Schornsteinen, Chemieabwässer in Flüssen und Teichen – die Folgen der DDR-Chemieindustrie in Bitterfeld sind 1988 unübersehbar. Was vor Ort jeder spürt, darf jedoch kein Thema in der Öffentlichkeit sein. In den 1980er Jahren hat sich im Untergrund eine Umweltbewegung gebildet, die zusammen mit Journalisten aus der BRD unter großen Risiken für die eigene Sicherheit die Missstände in Bitterfeld dokumentieren.
Nach dem Originalfilm von 1988 zeigen wir das retrospektive Making of. Die Beteiligten aller Seiten erinnern sich fast zwanzig Jahre später an die Zustände damals und erzählen von den Schwierigkeiten, einen Dokumentarfilm unter den Bedingungen einer Diktatur zu drehen.

Flimmergarten 2018

Tag 3 des Filmfestes zur Nachhaltigkeit. Heute:

Do 28.6. River blue (engl.)
C 2016, 95 min.
David McIlvride, Roger Williams

Riverblue dokumentiert die Verschmutzung der Flüsse durch die Mode- und Textilindustrie. In Zeitabständen rückt das Thema durch Meldungen von eingestürzten Fabriken meist in Südostasien in unseren Alltag bis es in der Flut von täglichen Nachrichten wieder verschwindet. Riverblue zeigt die gravierende Auswirkung durch die Produktion von Kleidung – die Vergiftung der Flüsse. Fernab vom Leben der Konsument*innen billiger Kleidung spüren die Menschen in den Herstellungsländern die unmittelbaren Folgen, nämlich die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage.

Einige Menschen von Foodsharing Leipzig kochen gerettete Lebensmittel.

Flimmergarten 2018

Tag 2 des Filmfestes zur Nachhaltigkeit. Heute:

Nicht ohne uns
D 2016, 87 min.
Sigrid Klausmann-Sittler (OmU)

Der Film betrachtet unsere Welt mit Kinderaugen. 16 Kinder unterschiedlicher Herkunft mit ähnlichen Träumen, Wünschen, Hoffnungen und Ängsten. Ein eindrücklicher Film, der Kindern eine Stimme gibt. Und wir sollten uns fragen, ob wir diese Welt unseren Kindern so hinterlassen wollen.

Flimmergarten 2018

Den Auftakt bildet der Film:

FUTUR D’ESPOIR
CH 2016, 94 Minuten (OmU)
Guillaume Thébault

Guillaume Thébault ist 17, als er wie viele die Welt infrage stellt. Er muss erkennen, dass Bild einer verantwortungsbewussten Landwirtschaft so nicht stimmt, und sucht schließlich nach Alternativen. In 15 Interviews mit Ökonomen, Botanikern, Bauern oder Permakulturisten geht der Frage nach, ob die ökologische Landwirtschaft wirklich die Welt nachhaltig ernähren könne. Thébaults erster Dokumentarfilm fokussiert auf positive Lösungen und die Menschen vor Ort. Er zeigt, wie schwierige Probleme gut bewältigt werden können.

Globale zu Gast im Querbeet

Logo Globale

Im August ist das globalisierungskritische Filmfestival Globale zwei Mal zu Gast im Querbeet.

Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens

Der Film ist ein Porträt des weltweit bekannten Globalisierungskritikers und Menschenrechtlers.
Anfang der sechziger Jahre begegnet der junge Jean Ziegler dem damals schon legendären Che Guevara bei einer internationalen Konferenz in Genf. Er ist begeistert und will mit ihm aufbrechen, um die Welt zu verändern. Doch Che Guevara überzeugt ihn, in Europa zu bleiben, um hier gegen den „Kopf des kapitalistischen Monsters“ zu kämpfen. Seither kennt er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt anzuprangern.
Bis heute kämpft der 82-jährige Jean Ziegler für eine gerechtere Welt. Treu dem Versprechen, das er einst Che Guevara gegeben hatte. 2015 ist er einer der Hauptredner bei der Münchner Großdemonstration gegen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Doch als er schließlich selbst nach Kuba reist, trifft er die karibische Insel im Wandel an und sieht plötzlich all seine Ideen in Frage gestellt. Ob Ziegler in seinen Bestrebungen letztlich erfolgreich sein wird? Oder wird doch das „kapitalistische Monster“, wie Guevara zu sagen pflegte, die Oberhand behalten?

Freitag 11. August / 20-23 Uhr
Schweiz 2016 / 92 min / Nicolas Wadimoff / original mit dt. UT. Anschließend Diskussion mit Aktivist/innen.

Mirar Morir – Sterben sehen

Am 26. September jährt sich zum dritten Mal die Nacht von Iguala im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero, in der sechs Menschen ermordet, 40 verletzt und 43 Studenten von der Polizei verschleppt wurden. Die 43 verschwundenen Studenten der Escuela Normal Rural „Raúl Isidro Burgos“, einer Hochschule zur Ausbildung von Grundschullehrern, in Ayotzinapa (Guerrero, Mexiko) wurden entführt und später ermordet. Ein Fall, der nationale und internationale Empörung ausgelöst hat, besonderes nachdem eine Untersuchung durch eine unabhängige Gruppe von Expert/innen der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (kurz GIEI) auf gravierende Unregelmäßigkeiten der Untersuchungsarbeit durch die mexikanischen Behörden hinwies. Das Staatsverbrechen ist bis zum heutigen Tage noch nicht aufgeklärt.

Die Dokumentation rekonstruiert die Ereignisse um das Verschwindenlassen der 43 und zeigt, dass hinter diesem Verbrechen Polizei, Militär und politische Eliten stehen. Die Untersuchung dieses Verbrechens ist für ihre vielen Mängel bekannt und wurde so gesteuert, um jegliche Beteiligung der Regierung auf höchster Ebene zu verschleiern. Insbesondere wird versucht, die Armee zu schützen, obwohl es zahlreiche Hinweise gibt, dass mehrere Einheiten, vor allem das 27. Infanterie-Bataillon, Strukturen des organisierten Verbrechens schützen und in politische Repression und Verschwindenlassen von Bürgern involviert sind.
Gedreht wurde die Doku von mexikanischen Journalisten und Film-Aktivist/innen in Zusammenarbeit mit den Eltern und Mit-Studenten der Opfer.

Donnerstag 31. August / 20-22:30
Mexiko / 2016 / 99 min / Coitza Grecko / original mit engl. UT. Anschließend Diskussion mit Aktivist/innen.

5. Flimmergarten-Filmfest

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Trailer von Fabian!

Auch dieses Jahr präsentieren wir euch beim 5. Flimmergarten-Filmfest wieder Dokumentarfilme zu umweltpolitischen Themen. Wir freuen uns euch einzuladen, euch bei gemütlicher Gartenatmosphäre mit wichtigen Themen wie Land- und Stadtentwicklung, globalem Frachtverkehr und anderen kritisch auseinanderzusetzen.

Programmüberblick
26. Juli: Landstück (DE 2016). Zu Gast ist an diesem Abend ist Ramona Bunkus, Doktorandin an der Universität Halle.
27. Juli: Wu Tu – My Land (CHN 2015). Zu Gast ist an diesem Abend ist Dr. Eva Sternfeld, Sinologin an der Freien Universität Berlin.
28. Juli: Freightened (ES/F 2016)
29. Juli: Futur d’Espoir (CH 2016)

Beginn: Jeweils 20 Uhr
Ort: Offener Garten Querbeet, Neustädter Straße 20
Der Garten öffnet etwa eine Stunde vorher.

Weitere Infos und Trailer zu den Flimmerfilmen gibt es hier!

Flimmergarten 2016: 14.-17. September

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Auch dieses Jahr präsentieren wir euch beim 4. Flimmergarten-Filmfest wieder Dokumentarfilme zu umweltpolitischen Themen. Wir freuen uns euch einzuladen, euch bei gemütlicher Gartenatmosphäre mit wichtigen Themen wie Energie, städtischem Verkehr und anderen kritisch auseinanderzusetzen.

Programmüberblick
14.9.: BrückenJahre (DE 2014)
15.9.: Water makes Money (DE 2010)
16.9.: Bikes vs. Cars (SE 2015)
17.9.: This changes everything (USA/CND 2015)

Beginn: Jeweils 20 Uhr
Ort: Querbeet, Neustädter Straße 20
Der Garten öffnet bereits eine Stunde vorher!

Weitere Infos zu den Flimmerfilmen hier!