GlobaLE – globalisierungskritisches Filmfestival

Vessel

USA 2014 / 90 min / Diana Whitten / original mit dt. UT. Anschließend Diskussion mit Aktivist/innen.

Vessel

Der Film begleitet die Entstehung und die Arbeit der Organisation „Women on Waves“, die mit ihrem Projekt Frauen aus Ländern helfen, in denen Abtreibung verboten ist. Am Anfang stand die Idee der Ärztin Rebecca Compert, Abtreibungen auf einem Schiff in internationalen Gewässern durchzuführen, um damit nationale Gesetzgebungen umgehen zu können. Der Film zeigt nicht nur die Arbeit von „Women on Waves“ von der Gründung im Jahr 2000 an, die von einem spektakulären Medienrummel begleitet war; sondern auch die Probleme, mit denen sie sich über die Jahre konfrontiert sahen.
Europaweit steht Abtreibung unter Strafe. In Deutschland drohen beim Schwangerschaftsabbruch nach der 12. Schwangerschaftswoche Geld- und Freiheitsstrafen. Lebensschützer fordern gar ein generelles Abtreibungsverbot.

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GlobaLE – globalisierungskritisches Filmfestival

Transilvania Mea – Von Gewinnern und Verlierern

Rumänien, BRD / 2017 / 85 min / Fabian Daub / dt. und rumän. mit dt. UT Anschließend Diskussion mit Fabian Daub.

Der Dokumentarfilm zeichnet ein differenziertes Bild der südosteuropäischen Lebenswirklichkeiten im Spannungsfeld der wirtschaftlichen Entwicklungen nach dem Ende der sozialistischen Systeme. Der Film beschäftigt sich mit aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Fragestellungen im heutigen Rumänien und setzt diese in Beziehung zur Bundesrepublik und zur EU.
Die Europäische Union ist eine Wohlstandsinsel in unserer globalisierten Welt. Doch ist sie kein homogenes Gebilde, sondern von erheblichen Ungleichheiten zwischen ihren Mitgliedsländern und Regionen geprägt. Es herrscht ein starkes Wohlstandgefälle. Viele zweifeln mittlerweile an der Subventions- und Wirtschaftspolitik der EU. Exemplarisch für diese Entwicklungen steht der Vielvölkerstaat Rumänien. Um die Jahrtausendwende kämpfte sich das größte Land auf dem Balkan aus der Rezession und trat 2007 der EU bei. Die Entwicklung eines Mittelstandes und der Kampf gegen die weit verbreitete Armut blieben dabei aber auf der Strecke. Stattdessen dominiert heute eine massive soziale Ungerechtigkeit.
Durch den Zusammenbruch des kommunistischen Systems ist die alte Ordnung zerfallen. Der schlagartige Wertewandel und die neu gewonnene Freiheit im postkommunistischen Rumänien treiben einen Keil in die Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Inzwischen zählt Rumänien zu den ärmsten Ländern der EU. Mehr als viereinhalb Millionen Menschen, ein Fünftel der Bevölkerung, leben unter der Armutsgrenze. Doch nicht nur die Armen wandern ab, sondern auch die gut ausgebildeten Fachkräfte.

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Klimawandel vor Ort oder: Die Regentrude

Wer in den von der Sonne gebrannten Garten eintaucht und unseren gelben Rasen auf hartem Stein-Erdboden sieht, schlägt sich zunächst rettend in die wohltuendend sattgrünen Hollerbüsche und riecht am beruhigenden Blattwerk des gutmütigen Wildkirschbaums, dessen Kopf viele kleine rot-schmatzende Spatzen zieren. Bei diesen heißen Temperaturen kann man viel lernen: Es gibt Pflanzen, die auf nacktem Boden vor lauter Hitze dürr und gelb werden und eiligst Samenstände hervorbringen. Andere wiederum wachsen grün und ruhig im schattigen Pflanzenverband vor sich hin. Letztere sind oft wild bzw. autonom gewachsen und haben sich inmitten anderer Grünlinge ein passendes Plätzchen gesucht, an dem für ihre (Nährstoff-)Bedürfnisse gesorgt ist. Die Wurzeln der Nachbarpflanzen teilen und halten untereinander das Wasser – wie schön. Unsere gutgemeint gepflanzten Blumen brüten in der Hitze, teils fahlgelb, teils voreilig ins Kraut geschossen. Auf nacktem Boden ohne helfende Mitgewächse wachsen sie isoliert. Der rissige, verdichtete Erdboden lässt Gießwasser an den Wurzeln vorbei und abfließen.

  • Es ist Zeit für’s bewährte Mulchen: Gras- und Grünschnitt, Laub oder Rinde auf die Beete rund um die Pflanzen ausbringen: Der Boden bleibt locker und wird mit Nährstoffen versorgt. Hacken und Düngen entfallen größtenteils und Schilfhäcksel halten Schnecken fern!
  • Grüneinsaaten nutzen: Harmloses kleinwüchsiges Kraut (Vogelmiere, Klee) zwischen Nutzpflanzen stehenlassen oder säen; so bleibt eine deckende Pflanzenschicht erhalten, die Schatten und Feuchte schafft.
    • Mischkulturen im Beet beschatten sichg gegenseitig  und erfüllen diesen Zweck meist sehr gut.

Und die Regentrude? Sie steht dafür, dass Menschen vergessen, dem Wasser zu huldigen – indem wir es einladen, sich unter auf dem Beet ausgelegten Rhabarber- und Klettenblättern zu sammeln und den Bodenlebewesen, den angrenzenden Tomaten und Petersilie gutzutun – und damit uns!

Tomatenleidenschaft im Querbeet

aIMG_5994Seit nunmehr 2 Jahren bringt sich Peter Schurz mit viel Leidenschaft und Expertise für die Tomatenvielfalt in unseren Gemeinschaftsgarten ein. In diesem Artikel berichtet Peter, wie er zu dieser Leidenschaft gekommen ist, welche Neuigkeiten es auf seinen Webseiten gibt und was in Zukunft in Sachen Tomaten alles im Querbeet geplant ist. Weiterlesen

Saatgut-Alternativen für die nächste Garten-Saison: ein kleiner Wegweiser

img_2168Foto oben: Hier haben sich eine grüne und eine dunkelblaue Sorte Dicker Bohnen miteinander verkreuzt. Die Kreuzungen sehen schön getigert aus.


Die kalten Monate sind eine gute Zeit, um seinen Garten zu planen und so auch die Vorfreude auf den Frühling zu steigern. Dabei kann man auch ganz praktisch etwas gegen die aktuellen und sehr fragwürdigen Umbrüche im Saatgutmarkt unternehmen, in dem man z.B. auf Saatgut verzichtet, das aus den Züchtungsanstalten von Monsanto, Syngenta oder Dupont kommt. Johannes hat einige alternative Saatgutquellen zusammengefasst, bei denen man samenfestes bzw. biologisches Saatgut bekommt. Weiterlesen –>

Die Steckrübe ist Gemüse des Jahres für 2017/2018

rutabaga_variety_nadmorska-kopie-2Foto links: Steckrüben, Foto von Picasa user Seedambassadors, Quelle Wikipedia.


Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) hat die Steckrübe als Gemüse des Jahres für 2017/2018 auserkoren. In der AG Gemüse des Jahres haben wir uns in die Untiefen der Gemüseliteratur begeben und viele spannende Informationen zur Kulturgeschichte, Sortenvielfalt und Kultivierung im Garten zusammengetragen. Außerdem gibt es eine schöne Sammlung an Rezepten für die Steckrübe.

In Zeiten in denen rasende Fortschritte in den Biowissenschaften und Informationswissenschaften massiven Einfluss darauf haben, was auf unseren Tellern und Äckern landet, ist es wichtig auch mal zurückzuschauen, wo unsere Nutzpflanzenvielfalt eigentlich herkommt. Weiterlesen –>

Open Source Saatgut für Europa? News aus der Saatgut-Szene

bildschirmfoto-2016-06-09-um-00-22-28Bild links: Das Logo der Open Source Initiative. Autor Simon Phipps, ehemaliger Präsident von OSI, CC BY 2.5, Quelle Wikipedia.


In verschiedenen Regionen der Welt gibt es Bestrebungen eine Art Open Source Saatgut System zu etablieren, um der zunehmenden Privatisierung dieser Lebensgrundlage entgegenzuwirken. Neben der Open Source Seed Initiative aus den USA gibt es auch Initiativen aus Südamerika, Indien und Afrika. Auch in Europa gibt es entsprechende Initiativen. Einen kurzen Beitrag zu aktuellen Entwicklungen findet ihr hier.

Kletterfix: Fassadenbegrünung am 6. September 2016

Das Allround-Talent Fassadenbegrünung entdecken: Der Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. lädt am Dienstag gemeinsam mit dem Querbeet, dem 6. September 2016 zu einem Infoabend und Spaziergang zu begrünten Fassaden in Neustadt-Neuschönefeld ein.

Bewachsene Wände sind nicht nur ein Augenschmaus, sondern punkten auch mit vielen positiven Funktionen für Haus und Stadt. Welche das sind, erfahren die TeilnehmerInnen auf der kostenfreien Veranstaltung.

Los geht’s um 17 Uhr im Querbeet.

Siehe auch: Kletterfix-Leipzig.de

Hier wächst Zusammenhalt

Permakultur als natürliches Beispiel eines harmonischen Zusammenlebens

Wie schon in den vergangenen Jahren gärtnern wir einmal in der Woche zusammen mit Kindergartenkindern aus der integrativen Kindertagesstätte Eisenbahnstraße. In diesem Jahr gestalten wir ein gärtnerisches Projekt zum Thema „Hier wächst Zusammenhalt! Permakultur als natürliches Beispiel eines harmonischen Zusammenlebens“. Gemeinsam mit den vier bis fünfjährigen Gärtnern entdecken wir die Grundsätze der Permakultur. Dazu haben wir nach dem Vorbild der Maya ein Drei-Schwestern-Beet angelegt, auf dem Mais, Kürbis und Bohnen sowie Blumen und Kräuter in einem harmonischen Austausch miteinander gedeihen. Zudem haben wir ein Bohnentipi erbaut, welches bei hoffentlich kräftigem Wuchs ein gutes Versteck für die kleinen Gärtner*innen bieten soll.
Wir möchten zusammen mit den Kindern erfahren wie unser Gemüse entsteht, was es für das Wachsen benötigt und wie wir es verarbeiten können. Die Kinder sollen die unterschiedlichen Arten der Pflanzen kennenlernen, vom Setzen der ersten Saat über die Pflege der Pflanzen bis hin zu Ernte und Verarbeitung.

Das Projekt „Hier wächst Zusammenhalt! Permakultur als natürliches Beispiel eines harmonischen Zusammenlebens“ wird gefördert durch die Stiftung trias, die LeipzigStiftung sowie durch das Umweltamt der Stadt Leipzig.

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