Ziele der Initiative Querbeet

Ziele der Initiative Querbeet: Integration – Nachhaltigkeit – Stadtteilentwicklung

Beim gemeinsamen Gärtnern im privaten Schrebergarten ist die Idee entstanden einen Gemeinschaftsgarten zu gründen, der sich nicht von der Stadt abgrenzt und nur zum Erholungsort für den Besitzer wird, sondern sich als Ort der Begegnung und des gemeinsamen Schöpfens für alle präsentiert. Da alle Initiatoren aus Reudnitz kommen und mit den strukturellen und sozialen Problemen des Leipziger Ostens vertraut sind, lag es nahe hier nach einer geeigneten Fläche zu suchen und das Konzept auf die Bewohner und ihre Probleme zu münzen. Als Vorbild dienen diverse Projekte des Urban Gardenings z.B. in Berlin und auch im Leipziger Westen.

Zunächst soll ein Gestaltungsfreiraum für die Bewohner des Stadtteils geschaffen werden, im besonderen Maße für einkommensschwache Familien. Besonders fördern möchten wir Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und Sozialhilfeempfänger. Das Projekt setzt Akzente gegen Kinderarmut im Leipziger Osten, indem es einkommensunabhängig Partizipations- und Gestaltungs-möglichkeiten im direkten Lebensumfeld ermöglicht. So gibt der Garten Impulse zur Eigeninitiative, um aktiv das eigene Lebensumfeld zu gestalten. Grundlegende demokratische Kompetenzen werden durch gemeinsames Aushandeln und Erarbeiten der Nutzungsvorstellung sowie die praktische Umsetzung gestärkt.

Der Garten wird ein Bewusstsein für die (städtische) Umwelt und die Wachstumsprozesse in der Natur schärfen, sowie die Menschen anregen sich mit der Produktion und Distribution ihrer Nahrungsmittel zu beschäftigen. In einem gemeinsamen Aushandlungs- und Lernprozess wird eine Brache urbar gemacht und zum Grünen gebracht. Stadtgärten nutzen städtische Freiräume und sorgen für Artenvielfalt im Viertel. Sie zeigen: Eine andere Stadt ist möglich. Das Säen, Ernten und Kompostieren sensibilisiert für Umweltthemen. Außerdem setzen die erprobten Methoden Impulse für neue Formen der Nahversorgung der Bewohner mit regionalem Gemüse.

Langfristig wird damit eine Stadtteilentwicklung angestoßen, die von den Bewohnern in kleinem Rahmen mit gestaltet werden kann. Die Brachfläche wird sinnvoll genutzt und belebt. Durch die mobilen Beete ist der Garten jederzeit abbaubar und kann auf andere Flächen ausweichen.

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