Flimmergarten – Ein Filmfestival zur Nachhaltigkeit


6.-14. Juli, 20:30 Uhr, Filmstart ab ca. 21:30 Uhr

Inmitten von Blumen und Gemüsepflanzen werden Filme den Garten in ein Filmfestival verwandeln. Allabendlich verwandelt sich zwischen dem 6.und 14. Juli 2013 der Offene Garten in ein Freilichtkino. Bewegte Bilder erzählen vom nachhaltigen Leben und Handeln. So werden beispielsweise nachhaltiger Konsum, Selbstversorgung, ökologische Landwirtschaft und klimapolitische Themen angesprochen.

Bitte bringt Euch wenn möglich eine Sitzgelegenheit (Decke, Klappstuhl etc,) mit!

Samstag, den 6.Juli
The Power of Community (Dokumentation, USA 2006, 53 min)
Als Kuba in den frühen 90ern Zugang zu sowjetischem Öl verlor, musste es sich als Niedrig-Energie-Gesellschaft neu erfinden. Kuba wechselte von grosser öl-intensiver zu kleinerer Landwirtschaft, weniger energieintensivem Bio-Anbau und städtischen Gärten und von einer hochindustriellen Gesellschaft zu einer nachhaltigeren. Der Film erzählt die Geschichte von Entbehrungen, Erfindungsreichtum und Triumph über unerwartete Not – mittels „Zusammenarbeit, Einsparung und Gemeinschaft“, wie Kubaner es selbst ausdrücken. Während die Welt das Ölfördermaximum – Peak Oil – erreicht, ist Kuba über sein eigenes Peak Oil längst hinaus und gibt uns ein beeindruckendes Bild davon, wie wir Menschen weltweit diese Herausforderung erfolgreich annehmen könnten.

Der Ökobräu (Dokumentation, D 2012, 45min)
Eine Bierbrauerei im Altmühltal in Bayern, die sich der ökologischen Bierherstellung verschrieben hat – Anfang der 90er zunächst von Widerständen in der Gesellschaft gebremst, hat der Familienbetrieb sich durchgesetzt und alten Getreidesorten wie Emmer und Einkorn zu neuem Ruhm in der Bierbrauerei verholfen. Als kleines Extra kann das Bier aus dem Film bei uns im Flimmergarten auch verkostet werden.

Sonntag, den 7.Juli
More than Honey (Dokumentation, CH/ D/ AU 2012, 95 min)
Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird, denn sie ist die große Ernährerin der Menschen. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. MORE THAN HONEY entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.

Montag, den 8.Juli
Raising Resistance (Dokumentation, D/AR/NL/CL 2011, 84 min)
Gentechnisch verändertes Soja kann nur durch die Vernichtung aller anderen Pflanzen wachsen. Das bedroht die Existenz von Geronimo und der anderen Bauern, zu deren Felder die Pestizide herüber wehen. Die Regierung ist auf Seiten der mächtigen Agrarindustrie. Die Bauern helfen sich selbst – und suchen die direkte Konfrontation mit den Sojabaronen. Anhand dieses Konfliktes beschreibt der Film die globalen Auswirkungen, die der Einsatz modernster Gentechnik im 21. Jh. auf Mensch und Natur hat. Eine Parabel über das Verdrängen von Leben, von Menschen, von der Vielfalt der Pflanzen und Kulturen. Und darüber wie Widerstand entsteht, sowohl beim Menschen als auch in der Natur.

Dienstag, den 9.Juli
Die Vision von Wangari Maathai (Dokumentation, USA 2008, 81 min)
Der Film erzählt die dramatische Geschichte der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die Frauen mobilisierte, gegen die Entwaldung, Armut, befangene ökonomische Interessen und Korruption der Regierung vorzugehen. Mit dem Green Belt Movement hat Wangari Maathai eine politische und ökologische Kraft ins Leben gerufen, welche schließlich mithalf, Kenias 24-jährige Diktatur zu beenden.

Mittwoch, den 10.Juli
San Agustin – Ebbe im Plastikmeer (Dokumentation, D 2012, 72 min)
Inmitten Europas größter Gemüseanbaufläche, dem “Mar de Plastico” in Spanien, liegt das kleine Dorf San Agustin. Eingezwängt zwischen einem riesigen Meer von Plastik-Gewächshäusern. Dort bedroht ein seltsames Virus die Ernte, Bakterien befallen die Pflanzen und die Behörden sind hinter den illegalen Arbeitskräften in den Gewächshäusern her. Der Film wirft einen ungewöhnlichen Blick auf einen Ort, der als Europas Gemüsebeet, nicht erst seit der Gurkenkrise, mit seiner eigenen Existenz zu kämpfen hat. Zwei Familien, eine Dorfkneipe und viel Gemüse, eine außergewöhnliche Ernteperiode in neun Kapiteln.

Donnerstag, den 11.Juli
Die 4. Revolution – Energy Autonomy (Dokumentation, D 2010, 83 min)
Der durch Crowdfunding finanzierte Dokumentarfilm steht für eine mitreißende Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Anhand beispielhafter Projekte und ihrer Vorkämpfer in zehn Ländern zeigt Fechners Film wie das möglich ist: Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt steht in Deutschland und produziert mehr Energie, als es verbraucht. Erneuerbare Energien sichern Familien in Mali und Bangladesh über hautnahe Finanzierungsmodelle die Existenz. Alternative Energiekonzepte revolutionieren die Autoindustrie und fördern neue Wege der Mobilität.

Freitag, den 12.Juli
The Island President (Dokumentation, USA 2011, 101 min)
Als Mohammed Nasheed im Herbst 2008 Präsident der Malediven wurde, endete damit die 30 Jahre dauernde Diktatur Gayooms, unter der Nasheed als politischer Gefangener gefoltert wurde. Den jungen Präsidenten erwarten nun noch größere Herausforderungen: der Inselgruppe der Malediven droht als Folge der Klimaerwärmung der wortwörtliche Untergang. Neben seinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bestreben, auf den Malediven eine Demokratie aufzubauen, engagiert sich der studierte Ozeanograph verstärkt gegen den Klimawandel bis hin zu seinem aufsehenerregenden Auftritt beim Klimagipfel in Kopenhagen.

Samstag, den 13. Juli
Und dann der Regen (Spielfilm, FR/MX/ES 2010, 104min)
Ein spanisches Filmteam gerät in Bolivien bei Dreharbeiten zu einem Film über den Entdecker Christoph Kolumbus in Schwierigkeiten, als Statisten streiken und sich die sozialen Unruhen in der Stadt Cochabamba zu einer Rebellion ausweiten, weil die Regierung die Wasserversorgung der Region an einen Multi verkauft hat.

Sonntag, den 14. Juli
Herz des Himmels – Herz der Erde (Dokumentation, D 2011, 98min)
Sechs junge Maya lassen uns teilhaben an ihrem Leben, ihrem Alltag, ihren Zeremonien und ihrem Widerstand gegen die Bedrohung ihrer Kultur und Umwelt. Dem westlichen Objektdenken, das Globalisierung, genmanipulierte Nahrung und Umweltzerstörung als Normalität hinnimmt, begegnen sie mit einer Kosmovision, die das Andere, Mensch, Tier, Natur, nicht als losgelöstes Gegenüber, sondern als Teil des eigenen Seins begreift. Ein poetischer Film über die Verbundenheit mit der Natur – das Ende des Maya-Kalenders als Möglichkeit zu einem Neuanfang

Förderer:

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Leipziger Osten

Sponsoren:

Biomare Riedenburger

Mit Filmempfehlungen von:

 

 

 

In Kooperation mit: