Regional kochen mit Kindern

Besuch der Heldenküche am 20. Juli 2017

Unter dem Titel „Regional kochen mit Kindern“ kam Claudia der Heldenküche mit ca. 16 Frauen nebst Kindern in unseren herausgeputzten Garten. Nach einem Kennenlern-Gespräch und einer Gartenführung konnten die kleinen Besucher beim Essens-Ratespiel herausfinden, ob sie Petersilie, Himbeeren oder Gurkenstückchen mit verbundenen Augen auch herausschmeckten.

Anschließend begann das Schnippeln und Schneiden von Brot und Gemüse, und die Kinder bereiteten mit Claudia den Grundteig für Eierkuchen zu – einige Hartnäckige kosteten den Mehl-Ei-Milchteig stetig, und gewährleisteten somit eine lückenlose Gütekontrolle, bis zu dem Zeitpunkt, wo schließlich alles in den Pfannen briet.

Unter emsiger Mitarbeit zweier Repräsentantinnen der Agentur für Arbeit schnitten die Frauen die Zutaten für Gemüsebemmen und Obsteierkuchen zurecht, und wunderten sich nicht schlecht, dass aus Rote-Beete-Grün, roter Melde und lila Möhren ein essbarer Salat werden konnte.

Beim Belegen der Brote, beim Rühren und Dekorieren der Teige mit Erdbeeren, Ringelblumenblüten und anderen bunten Pflanzen kam man sich näher; man borgte sich eine helfende Hand zum Wenden der Fladen, untersuchte die Teigkonsistenz, weinte, weil ein sauberer Salto nicht klappen wollte.

Von Eierkuchen zu Eierkuchen kamen versteckte Talente ans Licht. Ein Herzeierkuchen entstand, und auch noch so kleine Menschen wagten sich an das Kosten von Kornblumenblüten und verwandten sie freigiebig.  Das Ergebnis konnte sich sehen, riechen und schmecken lassen. Interessant ist auch die Tatsache, dass alle Vollkorneierkuchen verspeist wurden und die Auszugsmehl-Variante weniger kindlichen Anklang fand. Hier kann man nur mutmaßen. Für Claudia und die Mütter  war es jedoch ein schönes Erlebnis, zeigte es doch, dass Vollkorn schmeckt!

Beim Plaudern zeigte sich, dass einige Mütter bereits „gesund“ kochen. Man erzählte von Curry-Muffins und Beerenobst. Insgesamt gefiel es den Kindern zu gefühlt 120%, während nicht alle Frauen vollständig begeistert werden konnten.

Wir können jedoch darauf hoffen, dass sich solche schönen Lernbegegnungen mit regionalen Lebensmitteln und Mutter Natur wiederholen und in den Köpfen und Herzen der Kinder ihre Wurzeln schlagen.

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Besuch der Heldenküche am 8. Juni 2017

Unter dem Motto „Gut leben – regional essen“ trafen sich 9 Personen in unserem Querbeet-Gemeinschaftsgarten. Die Leitung dieses VHS-Kurses hatte Claudia von der Heldenküche inne, die die BesucherInnen mit den natürlichen Köstlichkeiten eines Gartens und deren Verwendung für den Magen vertraut machen wollte. Bei der Vorstellrunde mit Marc und Angela vom Querbeet Leipzig e.V. wurde klar, dass hier aufrichtig interessiertes Publikum gekommen war: Sieben Leute gärtnerten regelmäßig oder wollten sich daran wagen, zwei Personen hatten ihre Kindheit in grünen Refugien verbracht und gute Erfahrungen gesammelt, eine Dame erzählte von ihrem Ökogarten und einer Vielzahl biologischer, sortenreiner Tomatensorten, während sich ein Pärchen auf Inspirationensuche für ihren eigenen Hausgarten begab.

Beim Umherwandern zwischen Kräutern, Tomatenpflanzen und Mangold kamen Fragen zur Geschichte des Gartens und den Nutzungsmodalitäten der Freifläche auf. Außerdem erzählte Marc vom einstigen abenteuerlichen Umzug der Pflanzen vom alten Standort auf die hiesige Fläche. Über dies und anderes wurde bei dem anschließenden kleinen Abendbrot mit regionalen Zutaten geredet, gefachsimpelt und gestaunt. Bedauert wurde nur, dass wir einen neuen Umzug antreten werden, und dass unsere zeitliche Verfügbarkeit wohl keinen Platz für häufigere Öffnungszeiten und Veranstaltungen zulässt.

Das Konzept unseres offenen Gemeinschaftsgartens frei nach dem Motto: „Mehr Land in die Stadt“ wurde sehr begrüßt, genauso wie das Jahresprogramm. Und vielleicht können wir im September jene Dame wieder hier begrüßen, die sich interessiert einen Flyer über den Tomatentag eingesteckt hat?

Danke für einen genussvollen und bereichernden Abend!

Berichte von Angela Jost